9. Oktober 2017 (Mo.) | Von: Katholisches Stadtdekanat Bonn | Pressestelle

Neuer Spiritual im Albertnium - Dr. Axel Hammes

"Ich möchte für das lebendige Wort Gottes glühen"

"Ich möchte für das lebendige Wort Gottes glühen"
Neuer Spiritual im Albertnium – Herzliches Willkommen in Bonn – Geistlicher Begleiter in der Priesterausbildung – Stationen in Bonn

BONN. Mit einem feierlichen Pontifikalamt wurde Dr. Axel Hammes am Sonntag, 8. Oktober 2017, durch Weihbischof Ansgar Puff als neuer Spiruital im erzbischöflichen Theologenkonvikt Albertinum eingeführt.
!Ich möchte für das lebendige Wort Gottes glühen!, sagte Dr. Axel Hammes am Ende des Gottesdienstes. Für ihn als Bibelwissenschaftler seien die Fragen der Zeit auch immer wieder eine Herausforderung, sich mit den Wurzeln des Evangeliums zu beschäftigen. Seinen Werdegang verdanke er aber auch einigen Wegbegleitern, die Ihm Vorbild und Hilfe zugleich waren. "Ich hoffe, dass ich das, was ich empfangen habe auch einigermaßen weitergeben kann."
Gott frage nicht erst am Ende nach den Früchten des Lebens. Immer wieder müsse man sich selbst infrage stellen und nachsehen, ob das Leben Früchte trage. Dafür bedürfe es aber immer auch eines ganz individuellen und persönlichen Reifungsprozesses: "Der Herr lässt uns wachsen, damit wir mit dem, was Gott in uns grundgelegt hat, zu einem unverwechselbaren und einzigartigen Menschen heranwachsen können."
Die eigenen Fähigkeiten und Früchte des Lebens seien immer auch Geschenk Gottes, welches weitergeschenkt werden müsse, so Weihbischof Puff in seiner Predigt. Es sei nicht im Sinne Gottes, diese Geschenke für sich zu behalten: "Ich [Gott] habe Dir die Fähigkeit zur Liebe geschenkt. Ich habe Deine Liebe wachsen sehen. Aber ich erwarte nun auch, dass Du diese Liebe weitergibst. Ich habe Dir die Fähigkeit gegeben, Dich auszudrücken. Aber rede doch auch mal mit mir."
"Ich begrüße Dich sehr herzlich wieder in Bonn und wünsche Dir Gottes Segen für Deine Aufgabe", gratulierte Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher dem neuen Spiritual. "Der Dienst für die Menschen möge Dir aber auch Zeit lassen, immer wieder mal auszuruhen und Kraft zu tanken, damit Dein Leben weiterhin Frucht bringen kann."

Hammes in Bonn kein Unbekannter
In Bonn ist Axel Hammes (50) kein Unbekannter. Im Bonner Münster wurde er zum Diakon geweiht und war Kaplan an Sankt Maria Magdalena in Endenich. Dort wird er, so gut das seine anderen Verpflichtungen zulassen, als Subsidiar tätig sein.
Die Vorfahren von Axel Hammes waren über viele Generationen entweder Winzer an der Mosel oder Bauern in der Eifel. 1966 in Polch (Kreis Mayen) geboren, wechselte Hammes aufgrund des Berufs seines Vaters häufiger den Wohnort und lernte dabei Ostfriesland und schließlich das Rheinland kennen. Nach dem Abitur studierte er in Bonn und Würzburg Theologie, war Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Einleitung in das Neue Testament und Neutestamentliche Zeitgeschichte. 1997 promovierte Axel Hammes in diesem Fachbereich mit der Dissertation "Der Ruf ins Leben. Die Eschatologie des Johannesevangeliums als exegetisches Problem und im Spiegel ihrer Wirkungsgeschichte".
Nach seiner Kaplanszeit war er von 2003 bis 2008 zur Habilitation freigestellt. Bis 2011 war er seelsorglich als Subsidiar in Wuppertal tätig und übernahm ab 2009 einen Lehrauftrag für Exegese in Lantershofen. Bis zuletzt war er Subsidiar im Köln-Deutz. Am Erzbischöflichen Priesterseminar sowie am Diakoneninstitut ist er Lehrbeauftragter in Homiletik (Predigtlehre) und Exegese.

Was macht ein Spiritual?
Der Spiritual ist als Geistlicher Begleiter eine Vertrauensperson für die Priesterkandidaten. In der Ausübung seines Dienstes im "forum internum" untersteht er nicht dem Direktor bzw. dem Repetenten, die das "forum externum" bilden. Die Aufgabe des Spirituals ist die Anleitung zu einem spirituellen Leben der Priesterkandidaten. Damit ist er verantwortlich für die geistliche Ausbildung.

Das Collegium Albertinum
Das Collegium Albertinum ist das Theologenkonvikt des Erzbistums. Hier wohnen die Priesterkandidaten während ihres Studiums. Heute leben, beten und studieren etwa 20 Studenten in der "Kaplönchensfabrik" oder dem "Kasten", wie das Albertinum von den Bonnern genannt wurde.
Die meisten Priester des Erzbistums Köln haben während ihres Studiums dort gewohnt, darunter auch Erzbischof Kardinal Woelki sowie die Erzbischöfe Stephan Heße und Heiner Koch. Während seiner Lehrtätigkeit an der Bonner Uni war das Theologenkonvikt zeitweise Heimat für Benedikt XVI. Von 1959 bis 1963 war Joseph Ratzinger Professor für Fundamentaltheologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Weitere Informationen: www.albertinum.de

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